Nahost

Angst vor einem neuen Krieg in Gaza

Der Konflikt zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden Hamas ist gefährlich eskaliert. Nach Schüssen militanter Palästinenser an der Grenze bombardierte Israels Armee am Freitag mit Kampfjets und Panzern zahlreiche Ziele im Gazastreifen.

Rauchschwaden über Gaza nach israelischen Luftangriffen.

Mindestens vier Palästinenser wurden dabei im südlichen Teil des Küstenstreifens getötet, wie das Gesundheitsministerium in Gaza mitteilte. Nach Angaben des militärischen Arms der Hamas waren drei der Getöteten Mitglieder der Organisation. Einwohner berichteten von mehreren schweren Explosionen in der Stadt Gaza. Israels Luftwaffe habe dort Hamas-Militärposten angegriffen.

Die israelische Armee bestätigte einen "grossflächigen Angriff israelischer Kampfjets gegen Hamas-Militärziele im gesamten Gazastreifen". Die Schüsse an der Grenze sowie die "von Hamas gelenkten feindseligen Aktivitäten der vergangenen Monate" bewiesen, dass die radikalislamische Organisation eine Eskalation der Gewalt herbeiführen wolle, hiess es in einer Mitteilung. Sie werde "dafür die Konsequenzen tragen". Israels Militär sei in erhöhter Alarmbereitschaft.

Appell des Uno-Gesandten

Der Uno-Nahostgesandte Nickolaj Mladenow, der sich zuletzt gemeinsam mit Ägypten intensiv um eine Beruhigung der Lage bemüht hatte, schrieb in einem dramatischen Appell bei Twitter: "Alle in Gaza müssen einen Schritt zurück vom Abgrund gehen. Nicht nächste Woche. Nicht morgen. Jetzt sofort!" Jene, die "Palästinenser und Israelis dazu provozieren wollen, einen weiteren Krieg zu führen, dürfen keinen Erfolg haben", schrieb Mladenow.

Die israelische Armee teilte mit, bei gewaltsamen Ausschreitungen an der Grenze sei aus dem Gazastreifen auf israelische Soldaten geschossen worden. Israelische Medien schrieben, es handle sich um den "schlimmsten Zwischenfall seit dem Gaza-Krieg 2014", nannten aber keine Opferzahlen.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu beriet am Freitagabend bei einer Dringlichkeitssitzung in Tel Aviv mit der Militärführung über das weitere Vorgehen. Verteidigungsminister Avigdor Lieberman hatte zuvor gesagt, die Hamas dränge Israel mit aller Macht zu einer "breiten und schmerzhaften Militäroffensive".

Nach Medienberichten feuerten militante Palästinenser mehrere Raketen und Mörsergranaten auf israelisches Gebiet. Die Einwohner entlang des Gazastreifens wurden aufgerufen, sich in der Nähe von Schutzräumen aufzuhalten.

Weitere Proteste

Am Freitag war es entlang der Gaza-Grenze erneut zu Demonstrationen gekommen. Nach Augenzeugenberichten verbrannten Palästinenser Reifen, versuchten den Grenzzaun zu Israel zu beschädigen und schickten Brand-Drachen und -Ballons auf israelisches Gebiet. Nach Angaben von Sanitätern wurden mehrere Palästinenser durch Schüsse israelischer Soldaten verletzt.

Seit Ende März sind bei teilweise gewaltsamen Protesten nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza 147 Palästinenser von israelischen Soldaten getötet und Tausende verletzt worden.

Die Palästinenser fordern ein Ende der vor mehr als zehn Jahren verhängten Gaza-Blockade und ein Rückkehrrecht in das israelische Staatsgebiet. Sie beziehen sich dabei auf Flucht und Vertreibung Hunderttausender im Zuge der israelischen Staatsgründung 1948.

Israelische Medien hatten berichtet, Ägypten habe der Hamas ein Ultimatum Israels übermittelt: Sollten die Attacken bis zum Wochenende nicht gestoppt werden, werde Israel eine neue Militäroffensive in dem Küstenstreifen starten. Im Sommer 2014 hatten Israel und die Hamas sich 50 Tage lang Kämpfe geliefert. 2250 Palästinenser wurden getötet oder starben später an ihren Verletzungen, auf der israelischen Seite gab es 74 Tote.



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