Nahost

Tote bei Protesten gegen Jerusalem-Entscheid

Israelische Soldaten haben am Freitag im Gazastreifen zwei Palästinenser durch Schüsse getötet. Wie das Gesundheitsministerium in Gaza mitteilte, demonstrierten sie gegen die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen.

Es handelte sich demnach um den 32-jährigen Jassir Sokar und den an beiden Beinen amputierten 29-jährigen Ibrahim Abu Thuraja. Ein Mann erlitt bei Zusammenstössen zwischen Palästinensern und israelischen Soldaten in Ost-Jerusalem eine Schussverletzung in der Brust, teilte das palästinensische Gesundheitsministerium in Ramallah am Freitag mit.

Rund 400 weitere Palästinenser wurden bei Zusammenstössen mit israelischen Soldaten durch scharfe Munition, Gummimantelgeschosse und Tränengas verletzt. Dies teilten das palästinensische Gesundheitsministerium in Gaza und der palästinensische Rettungsdienst Roter Halbmond am Freitag mit.

Der grösste Teil der Verletzten litt unter dem Kontakt mit Tränengas. Ein Ministeriumssprecher sagte, mehrere Menschen hätten über Atembeschwerden, Herzrasen und Husten geklagt. Er forderte eine Untersuchung, welches Gas verwendet wurde.

Grosser Streitpunkt

Der Status von Jerusalem ist einer der grössten Streitpunkte im israelisch-palästinensischen Konflikt. Israel hatte 1967 während des Sechs-Tage-Kriegs unter anderem das Westjordanland und den arabischen Ostteil Jerusalems erobert.

Israel beansprucht ganz Jerusalem als seine unteilbare Hauptstadt, was international nicht anerkannt wird. Die Palästinenser sehen dagegen in Ost-Jerusalem die künftige Hauptstadt eines unabhängigen Palästinenserstaates.

Nazareth sagt Weihnachtsfeiern ab

Die israelisch-arabische Stadt Nazareth sagte aus Protest gegen die US-Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt die Weihnachtsfeierlichkeiten ab. "Wir hielten es für angemessen, die Feierlichkeiten zu streichen, weil wir ein untrennbarer Teil des palästinensischen Volkes sind", zitierte das israelische Fernsehen Bürgermeister Ali Salam. In der Stadt leben vor allem Muslime und arabische Christen.

In der israelisch-arabischen Stadt Sachnin protestierten laut einem Bericht ebenfalls 10'000 Menschen. Dies schrieb die "Jerusalem Post" unter Berufung auf die Gemeinsame Liste der arabischen Abgeordneten im israelischen Parlament.

Die israelische Armee hatte erklärt, dass rund 3500 Palästinenser an der Grenze zwischen dem Gazastreifens und Israel Brandflaschen und Steine auf Soldaten geworfen sowie brennende Reifen gerollt hätten. Soldaten hätten gezielt auf Anführer geschossen. Im Westjordanland hätte es Konfrontationen mit rund 2500 Palästinensern gegeben.

Ein palästinensischer Angreifer im Westjordanland trug bei einer Messerattacke auf einen israelischen Soldaten einen Sprengstoffgürtel, wie die israelische Polizei mitteilte. Er verletzte einen Soldaten leicht mit seinem Messer. Soldaten schossen daraufhin auf den Palästinenser, der ebenfalls verletzt wurde. Unklar war zunächst, ob es sich beim Sprengstoffgürtel um eine Attrappe handelte.



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